[Köln/Bonn] Gamescom 2018 und ein kleiner Kurzurlaub

Hallo. 🙂

Wie Ihr bei Instagram sicherlich schon mitbekommen habt, waren wir in dieser Woche ein bisschen in NRW unterwegs und haben uns nicht nur Bonn angeguckt, sondern selbstverständlich auch die Gamescom. Für uns Dorfkinder war das von vorne bis hinten ein komplettes Erlebnis und einfach nur überfordernd. Aber dazu später mehr. 😉

Die Anreise

Sonntag früh ging es für uns um 7 schon los Richtung Autobahn. Die Hoffnung war groß, dass wir ohne Staus ans Ziel kommen könnten, da ja weder LKWs unterwegs waren, noch viele Urlauber. Tja, eins können wir Euch verraten – falsch gedacht! Statt der geplanten sechs Stunden waren wir ein bisschen über acht Stunden auf der Straße, da hinter Hamburg quasi nur noch Stau und Stop & Go angesagt war. Eins lasst Euch gesagt sein – wenn Ihr auch von hier oben kommt, dann fahrt niemals über Bremen! Nehmt die Strecke über Hannover oder eine ganz andere, denn der Verkehr um Bremen ist einfach nicht feierlich. Wir haben wirklich drei Kreuze gemacht, als wir endlich in Bonn beim Hotel angekommen sind und die Füße hochlegen konnten.

Die Unterkunft

Dank eines wirklich supergünstigen Sparangebots sind wir in Bonn im Dorint-Hotel “Venusberg” untergekommen. Irgendwie haben wir als Ottonormalverbraucher uns ein 4-Sterne-Hotel ein bisschen anders vorgestellt. Man hat aber schnell gemerkt, dass wir so gar nicht zu den anderen Gästen gepasst haben. Die Blicke der älteren und offensichtlich sowas wie reichen Gäste haben Bände gesprochen.
Das Zimmer war an und für sich verhältnismäßig altbacken, das einzig Zeitgemäße war das wirklich absolut bequeme Bett. Für uns war das aber alles in allem relativ egal, da wir eh den ganzen Tag unterwegs waren. Und Abends waren wir dann so hundemüde, dass man eh keinen Schnickschnack gebraucht hat.
Das einzige Manko war halt wirklich, dass das WLAN mehr als unterirdisch war. Wir haben selten bis nie so schlechtes und störanfälliges WLAN erlebt. Schade! Denn eigentlich sollte das heutzutage ja doch etwas anders sein.
Ansonsten – es gibt genug Parkplätze, die Lage ist wunderbar ruhig und fußläufig ist ein wirklich toller Obst- und Gemüsestand zu erreichen. Da haben wir natürlich auch was mitgenommen. 🙂

Essen gehen

Der Nachteil an einem Hotel ist halt immer, dass man sich auswärts etwas zu Essen suchen muss. Denn die Preise für das hotelinterne Restaurant waren einfach eklig hoch. Einen Abend haben wir uns einfach von Wiener Würstchen und Brötchen ernährt. Die restlichen beiden Abende waren wir in dem mit Abstand besten Burgerladen, in dem wir je waren – Bensburger-Bonn!
Die Burger und auch die Poutine sind unglaublich lecker und sowohl die Bedienungen als auch der Inhaber sind einfach nur mega herzlich und sympathisch. Wenn Ihr dazu noch ein bisschen mehr lesen wollt, dann schaut bei Instagram vorbei. Denn da haben wir noch ein bisschen ausführlicher über unsere beiden Besuche dort geschrieben. 🙂

An unserem Tag in der Bonner Innenstadt waren wir zum Mittag in der Ichiban Noodle Bar und haben Ramen, Gyoza und ein Tonkatsu Set gegessen. Unsere erste Ramenerfahrung hatten wir ja dieses Jahr in Leipzig und seit dem müssen wir, egal wo wir sind, immer in einer Ramenbar vorbeischauen. 😀

Bonn

In unseren Augen ist Bonn einen Besuch wert. Wir sind den ganzen Tag durch die Innenstadt und am Rhein entlang geschlendert und haben festgestellt, dass der Rhein als Wasserersatz für uns gerade so akzeptabel ist. 😉 Aber besonders schön war der Blick auf das Siebengebirge. Das hatte irgendwie was.
Die Innenstadt selber ist zwar vollgeproppt mit Geschäften, aber trotzdem sieht man viel von der Geschichte der Stadt und findet auch immer ein ruhiges Plätzchen, an dem man sich niederlassen kann. Wenn Ihr allerdings den besten Englandladen in Deutschland sucht, dann seid Ihr in der Stadt genau richtig. 😀

Köln

Das war für uns der komplette Kulturschock – laut, dreckig, voll. Es war einfach nicht schön und nur anstrengend. Keine Ahnung warum, die Menschen dort haben auch den ganzen Tag nur geschrien – keine Ahnung, wie die mit sich klar kommen. Es ist uns schleierhaft.
Ansonsten haben wir nur einen Anstrandsbesuch im Kölner Dom gemacht, da wir den noch nicht kannten. Beeindruckend ist das einzige Wort, was uns dazu einfällt. Einfach gigantisch! Allerdings waren auch hier die Besuchermassen nicht zu ertragen. Sowas habe ich in einer Kirche bzw. einem Dom noch nie erlebt.
An und für sich ist der Dom aber absolut das Gigantischte, was wir je gesehen haben. Das lässt sich wirklich nicht in Worte fassen!

Die Gamesom

Und auch für die Gamescom trifft nur das Wort GIGANTISCH zu! Wir hatten nun das Glück, dass wir am Fachbesuchertag hin durften. Der Vorteil daran ist unbestreitbar, dass an dem Tag erheblich weniger Leute da sind. Aber selbst das waren noch so viele, dass man sich kaum wirklich Zeit an einem Stand nehmen konnte oder mal ein Spiel anspielen konnte.

Trotzdem haben wir uns einen schönen Überblick über die kommenden Spiele verschafft. Unsere absoluten Highlights sind “Assassin’s Creed – Odyssey”, “Anno 1800”, alles was Nintendo für die Switch zu bieten kann und ganz klar das neue Siedler!
Ihr merkt schon, in welche Richtung unsere Interessen gehen. 😀 Es wurden natürlich auch reichlich Shooter und andere Sachen vorgestellt, aber damit können wir so gar nichts anfangen.

Einen Tipp können wir Euch allerdings geben – nehmt Euch unbedingt was zu trinken mit, denn die Preise vor Ort sind einfach unverschämt. Oder wenn Ihr vor Ort kaufen wollt, dann haltet Euch an die kleinen Kioske in der Eingangshalle, von der die einzelnen Messehallen abgehen. Dort ist es erheblich günstiger als an den Food Areas. Man hätte ich erwarten können, dass kleine Goldstücke im Eistee schwimmen.

Als Fazit können wir echt nur sagen, dass es uns wegen der abartig vielen Menschen nicht noch mal zur Gamescom ziehen wird. Der Kurzurlaub war wirklich interessant und irgendwie auch schön, aber im Endeffekt war alles zu groß, zu laut, zu viel und zu bunt. Vielleicht kommt bei uns da auch eher das Dorfkindgen durch, aber gut – da können wir mit um. 😀 Für uns ist das kein Verlust, denn dann nehmen wir uns lieber die kleineren Orte und Städte vor als diese Ballungsmetropolen.^^

So, wir hoffen, Euch hat unser kleiner Einblick ein wenig gefallen, auch wenn er nicht all zu positiv war. Aber es kann auch nicht immer alles nur rosarot sein. 🙂

Viele liebe Grüße,
Anna und Martin