Reisetipp: Harz – 3 Orte, deren Besuch sich lohnt

Hallo. 🙂

Wie versprochen gibt es heute den letzten Teil unsere kleinen Harz-Reihe. Wir hoffen sehr, dass Ihr bisher genau so viel Freude daran hattet, wie wir! Heute nehmen wir Euch nicht nur an einen Ort mit, sondern gleich an vier! Wobei einer mehr oder weniger in den erweiterten Dunstkreis des Harzes fällt. Aber dazu später mehr. 🙂

Im Harz gibt es nicht nur jede Menge unheimlich schöner Städte, in denen man ganze Tage verbringen könnte oder Natur, wie sie es kein zweites Mal gibt. Es gibt auch Attraktionen, die man vielleicht von vornherein nicht so unbedingt auf dem Schirm hat. Dinge, die die Natur geschaffen hat und bei denen man sprachlos davor steht und staunt. Seid Ihr neugierig geworden? Dann lest gerne weiter. 🙂

Die Tropfsteinhöhlen in Rübelander

Ein Besuch der Hermanns- und der Baumannshöhle in Rübeland sind quasi Pflichtbesuche, wenn man sich eine Reise in den Harz vornimmt. Wenn man in den Ort fährt hat man zuerst den Eindruck, dass es hier eigentlich nicht viel zu sehen gibt. Aber dreht nicht gleich wieder um! Wenn man einen Moment weiterfährt, kommt man automatisch auf die Höhlen zu.
Wir haben zuerst die Baumannshöhle besucht. Das hatte keinen genauen Grund, da wir uns eigentlich zufällig für eine der beiden Höhlen entschieden hatten. Die eigentliche Maßgabe war, dass wir unbedingt die Grottenolme sehen wollten. Tja, so viel sei verraten – dafür war die Baumannshöhle nicht die richtige Entscheidung. 😉 Diese Höhle wurde schon in der Jungsteinzeit von Menschen als Unterschlupf genutzt und wird seit 1646 für Führungen genutzt – damit handelt es sich hierbei um die älteste Schauhöhle in ganz Deutschland!
Knapp 45 Minuten wurden wir von einer Führerin durch die Höhle gelotst und haben viel Interessantes über die Höhle, über Stalakmiten und Stalaktiten sowie über die einstigen tierischen Bewohner gehört. Ein wirkliches Highlight war der Goethesaal mit dem dazugehörigen Wolfgangsee. Dort gibt es zwar keine Grottenolme, aber jedes Jahr finden dort zahlreiche Theateraufführungen statt, da es sich bei dem Saal um eine riesige unterirdische Naturbühne handelt.

Auf Grund von fehlenden Grottenolmen sind wir dann einen Tag später auch noch durch die Hermannshöhle gewandert. Sie hat, im Gegensatz zur Baumannshöhle, keinen natürlichen Zugang, sondern einen von Menschenhand geschaffenen. Hier wurden wir allerdings auch endlich fündig, was die Grottenolme anging! Die Olme wurden 1932 aus dem slowenischen Postojna in den künstlich angelegten Olmensee umgesiedelt und leben seit dem munter und fröhlich vor sich hin. Es war für uns wirklich erstaunlich, dass diese kleinen Tierchen überhaupt so alt werden können.
Leider können wir Euch keine Bilder aus dem Inneren der Höhlen zeigen, da dort das fotografieren strengstens verboten ist. Das grelle Blitzlicht schadet sowohl den Fledermäusen und Grottenolmen als auch den Tropfsteinen.

Der Hexentanzplatz bei Thale

Wir sind zum Hexentanzplatz ganz bequem mit dem Auto angereist. Man hätte auch von Thale aus mit der Seilbahn anreisen können, aber aufgrund vorhandener Höhenangst, stand diese Option jetzt eher weniger zur Debatte. 😉
Der Hexentanzplatz ist einer der mystischsten Orte, die der Harz zu bieten hat – zumindest was die Geschichte angeht. Optisch betrachtet sieht man einen Haufen Fressbuden für die hunderte bis tausende Urlauber, die Jahr für Jahr den Weg auf sich nehmen. Aber die Geschichte dahinter hat es in sich!

Der Sage nach versammeln sich die Hexen in der Walpurgisnacht auf dem Hexentanzplatz, um von dort aus auf ihren Besen, Mistgabeln, u.Ä. zum Blocksberg (Brocken) zu fliegen. Dort findet das eigentliche Hexenfest statt, bei dem die Hexen um das Feuer tanzen und sich anschließend vom Teufel „zeichnen“ lassen.
Künstlerisch dargestellt wird das Ganze durch eine tolle Skulptur, bestehend aus mehreren Bronzefiguren. Zu sehen sind dort der Teufel, eine Hexe und ein Homunkulus, wie sie im Kreis stehen und die Hexen versucht den Steinkreis zu schließen.

Neben einem wunderschönen Ausblick auf die Roßtrappe, punktet der Hexentanzplatz noch mit weiteren Attraktionen. Zum einen wäre da das umgedrehte Hexenhaus. Als Erwachsener ist man da relativ schnell durch, aber wenn man Kinder hat, kann man sich dort ewig beschäftigen und sich die ganzen wunderschönen Details anschauen.
Sehr schön gemacht ist auch der Tierpark, den man dort besuchen kann. Der Eintritt ist relativ moderat und man bekommt dort einen tollen Einblick in die Tierwelt des Harz. So wird für jung und alt auf jeden Fall genug geboten, um sich dort zu beschäftigen. 🙂

Die Hängebrücke an der Rapp-Bode-Talsperre

Diese Attraktion mit dem klangvollen Namen „Harzdrenalin“ hat es in sich! Wenn Ihr Lust auf einen ordentlichen Adrenalinschub habt, dann seid Ihr hier genau richtig. Ihr habt die Auswahl zwischen der Megazipline, Wallrunning, Gigaswing und der weltweit längsten Seilhängebrücke der Welt. Tja, was sollen wir Euch sagen? Wir haben uns für die Hängebrücke entschieden, weil Martin da schon vor dem Urlaub unbedingt hin wollte.

Erinnert Ihr euch weiter oben daran, dass dort etwas von Höhenangst stand? Tja, Martin stand vor der Brücke grinsend und freudig wie ein Honigkuchenpferd und ich sah eher blass und etwas schockiert aus. Das eine Hängebrücke hoch und wackelig ist, war mir ja vollkommen klar, aber wie hoch und wackelig es dann doch im Endeffekt wirklich war, damit habe ich nicht gerechnet.

Für 6€ pro Person kann man theoretisch den ganzen Tag auf der Brücke hin und her laufen und sich das Rapp-Bode-Tal von weit oben anschauen.
Da es an diesem Tag regnerisch und auch leicht windig war, sind wir nur eine Strecke auf der Brücke gegangen. Martin hatte zum Glück Mitleid mit mir und so sind wir über die Talsperre zurückgegangen. Für mich war’s wirklich super, denn ich habe mich etwas getraut, vor dem ich wirklich Angst hatte und ich Talsperren ja doch etwas sehr toll finde. 😀

Also, wenn Ihr Adrenalinjunkies seid oder einfach über euren Schatten springen wollt, dann traut Euch! Diese Brücke ist definitiv eine Erfahrung wer. 🙂

Extratipp: Die Autostadt Wolfsburg

Ein Harzartikel? Und es kommt Wolfsburg drin vor? Ihr stutzt zu Recht, denn Wolfsburg gehört tatsächlich nicht zum Harz und ist auch nicht unbedingt der Ort, den man bei so einem Urlaub auf dem Schirm hat.
Martin hatte sich im Vorfeld gewünscht, dass wir einen Abstecher in die Autostadt unternehmen, sofern die Zeit es zulässt. Und das hat sie! So haben wir uns ins Auto gesetzt und haben uns anderthalb Stunden auf den Weg Richtung Wolfsburg gemacht, um uns die Autostadt anzuschauen. Und der Besuch hat sich definitiv gelohnt!

Wenn Ihr euch für Autos, besonders für VW und alles damit Zusammenhängende interessiert, seid Ihr hier goldrichtig! Neben einer tollen Ausstellung in der es um Innovationen in der Automobiltechnik geht, erwartet einen gleich danach der Gang in das Zeithaus. Dort wird man mit etlichen tollen Automodellen konfrontiert aus so ziemlich allen Epochen. Angefangen bei den allerersten Automobilen über Rennwagen bis hin zu einem wirklich schönen DeLorean.

Anschließend haben wir uns auf den Weg durch die vielen Pavillons der verschiedenen Aussteller gemacht. Bugatti war jetzt alles andere als ein  Renner – weder ein schönes Auto noch eine schöne Präsentation. Anders sah es hingegen bei Skoda aus! Darauf haben wir uns schon im Vorfeld gefreut, da wir selber überzeugte Skodafahrer sind. Die Ausstellung war wirklich toll gemacht, allerdings hatte Martin sehr zu tun mich aus dem Verkaufsgespräch mit der netten Dame herauszuholen. Sie hat mir den neuen Octavia doch so gut angepriesen. 😀 😉

So zog sich unser Weg noch durch einige weitere Pavillons von vielen interessanten Marken. Ein weiteres Highlight war Porsche, die ihre neue Hybrid-Kollektion vorgestellt haben. Wir sind ja sonst nicht so für krasse Sportwagen zu haben, aber da konnte man schon schwach werden. Ich war vom Fleck weg in den Panamera verschossen und Martin hat schon mal im 911er probe sitzen.

Da uns Porsche dann doch eine Nummer zu hoch war, haben wir noch den VW Nutzfahrzeug Pavillon besucht. Der aktuelle Crafter hat schon echt was hergemacht und von einem T6 zu träumen ist für uns dann langfristig doch eher wahrscheinlich als von einem Porsche Panamera. 😉

Ihr seht, für uns war dieser Ausflug genau der Richtige, da wir uns für Autos interessieren. Wahrscheinlich würden sich die meisten von Euch eher noch eine Burg angucken, was wir auch wirklich gut verstehen können. Aber vielleicht ist so ein Ausflug ja auch etwas für euren nächsten Urlaub. 🙂

So, damit geht unsere Harz-Reihe dann auch schon zu Ende! Wir hoffen sehr, dass Ihr viel Freude dabei hattet und genau so viel mitgenommen habt. Falls Ihr Verbesserungsvorschläge habt, lasst es uns gerne wissen. 🙂

 

Viele liebe Grüße,
Anna und Martin

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