Reisetipp: Harz – Quedlinburg

Hallo. 🙂

Wie versprochen geht es diese Woche mit dem zweiten Teil unserer dreiteiligen Harz-Reihe weiter. 🙂

Dieses Mal möchten wir Euch den Ort vorstellen, an dem wir für eine Woche unsere Zelte aufgeschlagen hatten – in Quedlinburg! Bei der Ankunft hat die Stadt nicht so wirklich viel her gemacht, aber je mehr man sich in der Stadt und den einzelnen Straßen umgeschaut hat, desto mehr wurde klar, warum die Stadt zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Es wirkt alles einfach nur so rund herum zauberhaft. 🙂

Das Essen

An unserem ersten Abend wollten wir gerne Essen gehen. Das es an einem Montagabend allerdings so schwer sein würde eine offene Gaststätte zu finden, hatten wir jetzt nicht vermutet. 😀 Nach dem wir eine Runde durch die Innenstadt gedreht haben, sind wir schlussendlich im Restaurant “Zur Altstadt” eingekehrt. Die Inneneinrichtung wirkt eher etwas unmodern und altbacken, aber das Essen war diesen Besuch definitiv wert!
Für Martin gab’s eine Roulade mit Rotkohl und Thüringer Klößen und für mich das weltbeste Schnitzel “Jäger Art”, dass ich je gegessen habe. Die Inhaber stehen selbst in der Küche und das merkt man auch – es hat richtig schön urig geschmeckt; wie bei Oma!
Satt und doch etwas vollgefressen war unser erster tiefergehende Eindruck von Quedlinburg bestätigt – die Stadt ist schön, die Leute freundlich und vor allem verstehen sie etwas vom Essen. 😀

Am vorletzten Abend waren wir noch einmal essen – im Hotel gleich neben unserer Ferienwohnung. Martin hatte eine regionale Harzerpfanne gewählt und war damit mehr als zufrieden. Ich habe mich wieder am Schnitzel “Jäger Art” probiert, weil ich vom Montag noch so begeistert war. Naja, dieses Mal war es eher ein Reinfall und ich habe mich doch geärgert, dass ich mich nicht für den Leberkäse mit Bratkartoffeln entschieden habe. Das Schnitzel war recht ungewürzt und labbrig. Man kann leider nicht immer Glück haben. :/

Den Rest der Woche haben wir selber gekocht. Uns stört so etwas ja im Urlaub nicht und eigentlich sind wir auch froh, wenn wir uns nicht in feste Essenszeiten halten müssen, wie es ja in Hotels und vielen Pensionen teils Gang und Gebe ist. Für einen Urlaub ist uns das immer zu starr, da man ja doch auch etwas flexibel sein will.

Aber so viel sei schlussendlich zu dem Thema gesagt – es findet definitiv jeder etwas zu Essen in dieser Stadt! Besonders leicht wird es allerdings, wenn Ihr griechisches Essen bevorzugt, denn das gibt es im ganzen Harz mehr als genug. Wir haben noch nie so viele griechische Restaurants auf einem Haufen gesehen. 😀

Das Schloss

Ein Highlight von Quedlinburg ist das Quedlinburger Schloss. Vom Schlossberg hat man einen beeindruckenden Blick über die gesamte Stadt. Wenn man dort steht und so über die Stadt guckt, bekommt man sehr schnell einen Eindruck davon vermittelt, wie Quedlinburg wohl im Mittelalter ausgesehen haben muss und was dort los war. Das liegt vor allem daran, dass die Stadt zum Unesco Weltkulturerbe gehört und dadurch die ganzen alten Häuser erhalten werden. Man fühlt sich wie in eine andere Zeit versetzt.

Das Schloss selber ist in einem guten Zustand, so weit man es sehen konnte. Denn als wir zu Besuch waren, waren viele Teile eingerüstet, da das Schloss momentan restauriert und etwas saniert wird. Der Vorteil dadurch sind allerdings reduzierte Eintrittspreise. 😉

Auf dem gesamten Schlosshof sind Tafeln angebracht, die etwas über die verschiedenen Gebäudeteile erzählen. So bekommt man sehr schnell einen Eindruck, was auf diesem Schlossberg früher alles losgewesen sein muss. Da ich früher mit meinen Eltern schon viele Burgen und Schlösser besichtigt habe, bot sich mir sehr schnell ein lebhaftes Bild. 🙂

Also, für alle Liebhaber von Geschichte und vielen historischen Fakten ist dieses Schloss genau das Richtige!

Entschuldigt bitte den “verschwommenen” Streifen. Das Bild ist mit der Panoramafunktion vom Handy entstanden. 🙂

Die Stadt

Das Besondere an Quedlinburg ist neben den ganzen Gassen mit den vielen mittelalterlichen Gebäuden vor allem der riesige Marktplatz mit dem Rathaus aus der Renaissancezeit. Ans Rathaus angrenzend befindet sich die Marktkirche St. Benedikti, die wirklich imposant wirkt. Leider haben wir uns von den Kirchen keine Einzige angeguckt, da alle Eintritt verlangt haben. In mir sträubt es sich immer, wenn man in einer Kirche Eintritt bezahlen soll. Für eine Spende bin ich immer zu haben und auch in den Klingelbeutel werfe ich immer etwas, wenn einer dort steht, aber von diesem Zwang in Kirchen halten ich so gar nichts.

Ansonsten findet man am Markt jede Menge kleiner Cafés und Gaststätten. Der Vorteil im September ist es natürlich, dass es an jeder Ecke nach Zwiebelkuchen und Federweißer duftet. 😉

Was Ihr in dieser Altstadt allerdings vergeblich sucht, sind die üblichen großen Ladenketten. Klar, es gibt auch einen DM, aber Läden wie H&M, C&A oder andere Modeketten gibt es einfach nicht. Zu 99% findet man einen Haufen von kleinen heimischen Läden, die Köstlichkeiten aus der Region verkaufen und Buchläden, die aussehen wie aus einer anderen Welt. Es war schon wirklich etwas Besonderes. 🙂

Damit habt Ihr von uns auch einen kleinen Einblick in das wunderschöne Quedlinburg bekommen. Vielleicht ist er nicht sonderlich professionell und super ausgereift, aber wir haben Euch so alles einmal gezeigt, was uns besonders gut an der Stadt gefallen hat. 🙂

Viele liebe Grüße,
Anna und Martin