[Reisetipp] Lund – die Studentenstadt

Hallo!

In dem letzten Teil unserer kleinen Schweden-Reihe geht es heute nach Lund.

Über Lund selber haben wir uns im Vorfeld nicht so richtig Gedanken gemacht. Wir wussten halt nur, dass es eine wirklich große Universitätsstadt ist und das der Dom unheimlich berühmt ist. Mit mehr wissen konnten wir tatsächlich nicht glänzen.

Der botanische Garten

Auf Empfehlung einer ganz lieben Followerin auf Instagram haben wir uns auf den Weg in den botanischen Garten gemacht. Wenn es Euch nach Lund verschlägt, dann müsst Ihr dorthin unbedingt einen Abstecher machen. Die Außenanlagen sind wirklich schön und an allen Ecken und Enden wimmelt es von Eichhörnchen, Enten und anderen Tieren.

Seid allerdings gewarnt! Verirrt Euch NIE, wirklich NIE, am 30.04. in den botanischen Garten und am Besten auch nicht in die Stadt. Irgendwie scheint das der Tag zu sein, an dem sich alle Studenten mit Klappstühlen bewaffnet auf den Weg zu allen möglichen rasenartigen Flächen machen, um sich dort dann richtig einen hinter die Binde zu kippen.

Ihr könnt Euch ungefähr vorstellen, wie es dann im Garten aussah. 😀 Als Besucher haben sie einen aber nicht weiter gestört.

Ein wirkliches Highlight im Garten ist das Gewächshaus!
In verschiedenen Räumen besucht man verschiedene Vegetationszonen – egal ob Wüste, mediterranes Klima oder ein Orchideenraum. Wenn Ihr ein Interesse an Pflanzen habt, werdet Ihr es dort lieben. 🙂

Für alle Tierliebhaber gibt es dort auch noch etwas zu sehen. Zwischen den Pflanzen laufen lauter kleine Hühnchen rum. Da geraten die Pflanzen ganz schnell in Vergessenheit, wenn man den kleinen Vögelchen beim spielen und toben zugucken kann. 🙂

Der Dom

Das Highlight! Besonders gut hat uns der Kontrast dieses riesigen Bauwerks mit der Schlichtheit im Inneren gefallen.

Der Dom wurde grundsätzlich im Jahr 1085 erbaut und bildet seit dem ein großes, kulturelles Zentrum in der Umgebung und in ganz Schweden. Und das merkt man auch vor Ort. In der nahen Umgebung zum Dom steht ein “kulturelles” Zentrum, in dem man einen Haufen Informationen rund um die Geschichte der ganzen Anlage findet.

Toll anzusehen ist die astronomische Uhr im Dominneren. Dort steht sie seit dem 14. Jahrhundert und zeigt den Stand des Mondes, die Uhrzeit und die Tierkreiszeichen an. Erstaunt waren wir, dass es gar nicht so ein Publikumsmagnet zu sein schien, wie man es zum Beispiel aus Prag kennt. So unterschiedlich kann das sein.

Leider haben wir uns in Lund sonst nicht viel anderes angeguckt. Wie gestern schon erwähnt, hat vor dem 01. Mai kaum etwas auf und vor allem war es jetzt auch nicht so der Knaller, wenn an allen Ecken und Enden besoffene Studenten rumhängen. Sowas verraten Sie dir nämlich in keinem Reiseführer.

Den Rest des Tages haben wir genutzt, um den örtlichen Maxi ICA zu plündern. So viel Alkohol wie die Schweden von Deutschland nach Hause schleppen, so viel Lebensmittel haben wir im Ausgleich mitgenommen. Aber es ist auch wirklich faszinierend, was es dort alles gibt, wovon wir hier in Deutschland nicht mal zu träumen wagen.

Jeder Dorfsupermarkt ist auch besser ausgestattet als unsere “Premiumsupermärkte”. Es ist schon ein bisschen traurig, wenn man den ganzen Tag nur das Gefühl hat, dass man hier hinter dem Mond lebt.

So viel von unserer Reisefront. Wir hoffen sehr, dass Euch unser kleiner Reisebericht gefallen hat und Ihr vielleicht das Eine oder Andere mitgenommen habt.

Viele Grüße,
Anna und Martin