[Reisetipp] Malmö – Das Tor zu Dänemark

Hallo!

Wie gestern schon angekündigt, folgt heute der zweite Teil unserer Schweden-Reihe in der wir Euch heute mit nach Malmö nehmen wollen.

Um ehrlich zu sein, es ist sehr schwer zu sagen, was genau wir uns von Malmö versprochen haben. Das es sich um eine Großstadt handelt war uns klar und das es sich dabei um eine der größten Städte von Schweden handelt, war uns auch klar. Wie grau und teils auch unsauber eine Stadt allerdings sein kann, war uns nicht so richtig klar.

Die Parksituation

Klingt jetzt nicht sooo spannend? Ihr könnt uns glauben, parken in Schweden hat seine ganz eigenen Besonderheiten.

Zuerst einmal muss klar gesagt werden, dass kein Parkautomat mehr Kleingeld nimmt. Alles wird in Schweden über Kredit- oder EC-Karten abgewickelt. Auch am Parkautomaten! Wenn Ihr allerdings in Malmö außerhalb eines Parkhauses parken wollt, dann macht Euch darauf gefasst, dass das wirklich sehr teuer wird. Uns schlug der Automat eine Stunde für 5€ vor und da ist uns dann doch etwas die Spucke weggeblieben. Aus Deutschland sind wir ja schon gepfefferte Preise gewohnt, aber das war für uns doch noch ein anderer Schnack.

Deswegen haben wir uns dann schlussendlich für ein Parkhaus entschieden. Das war doch ein Teil billiger und vor allem auch sicherer. Die Einfahrt zum Parkhaus ist mit einem Rolltor gesichert, dass sich erst erhebt, wenn man ranfährt. Dahinter befindet sich dann die Schranke an der man das Ticket ziehen kann. Das Parkticket ist bei den Parkhäusern auch der entscheidende Punkt. Vergesst es NIE im Auto, denn ansonsten kommt Ihr so schnell nicht mehr ins Parkhaus.
Auf jedem Ticket befindet sich ein Zahlencode, mit dem Ihr die Zahlenschlösser am Parkhaus bedienen könnt und der Euch dann den Zugang zum Parkhaus ermöglicht. Wir waren davon schon ziemlich begeistert, denn gerade nachts bietet das Ganze dann doch noch mal ein bisschen anderes Sicherheitsgefühl.

Die Innenstadt

Eins haben wir in Schweden gelernt – eine explizite Innenstadt bzw. eine Einkaufsstraße, wie man es hier aus Deutschland kennt, sucht man hier vergebens. Man kann sich quasi mehrere Stunden durch die verschiedensten Straßen schlängeln und findet immer noch mehr kleine Läden. Für uns war das allerdings eher uninteressant, weil wir nicht zum shoppen da waren. 😉

Genau aus dem Grund führte uns unser Weg dann auch schon weiter.

Die Hafencity

Interessant zu sehen war, dass Malmö eine Hafencity hochzieht, die etwas an die Hamburger Hafencity erinnert – nur ohne die schönen, alten Speicher.

An allen Ecken und Enden wird gebaut und die Hafencity wächst immer mehr ins Unermässliche. Macht Euch aber auf eins gefasst – wenn es warm ist, gibt es dort nicht viele schattige Unterstellmöglichkeiten. Für Euch getestet. 😀

Den Hafen findet Ihr von dort aus allerdings nicht so einfach, denn der ist noch ein ganzes Stück weiter weg. Den meisten von Euch ist das wahrscheinlich egal, aber wir fanden das schon etwas schade. Fähren und Containerschiffe angucken hat schon so seinen eigenen Reiz.

Was hat die Stadt sonst noch so zu bieten?

Das Einzige, was uns ansonsten noch so überzeugt hatte, war der Kungsparken um die alte Zitadelle herum. Ein wirklich schön angelegter Park mit viel Wasser und einer Menge Möglichkeit sich einfach mal schön hinzusetzen. Und falls Ihr doch noch andere Interessen habt – es gibt dort im Park auch ein Casino mit Hotel. 😀
Wenn Ihr Glück habt und so um die Jahreszeit da seid, wie wir es jetzt waren, werdet Ihr im Park auch viele Enten und Gänse mit Küken sehen. Ja, zugegeben, wir sind leicht zu begeistern.^^

Ansonsten haben wir die Möglichkeit noch genutzt und uns im örtlichen IKEA einmal umgeguckt. Zum Einen zum Mittag essen (es gab natürlich Köttbullar) und zum Anderen um einmal zu gucken, ob es im schwedischen IKEA andere Sachen gibt als bei  uns. Vorsicht, Spoiler! Gibt es nicht. 😀

Die Umgebung

So ganz überzeugt hat uns die Stadt ja nicht, aber gut, eine Erfahrung war es auf jeden Fall. Aber auf dem Rückweg haben wir unser Navi mal bemüht und uns noch etwas umgeschaut. Und siehe da – wir haben einen wunderbaren Strand mit einer noch viel besseren Aussicht auf die Öresundbrücke gefunden.

Wenn Ihr also mal selber dort seid, verlasst unbedingt Malmö und fahrt nach Klagshamnsstranden. Für uns war das Wasser fürchterlich kalt, aber die einheimischen Kinder sind dort rein und raus gerannt, als hätte das Wasser mindestens 20°C. Und eins können wir Euch versprechen – wenn es warm wird, kommt auch das Eisauto vorbei. 😀

Das war es für heute aus Malmö. Aber auch nur für heute! Morgen nehmen wir Euch noch einmal mit und zeigen Euch einen wirklich tollen kleinen Laden, den man unbedingt gesehen haben muss. Und vor allem, von dem man etwas gegessen haben muss. Na, seid Ihr neugierig? 🙂

Viele liebe Grüße,
Anna und Martin