[Reisetipp] Ystad und Umgebung – Mehr als nur Wallander

Hallo. 🙂

Heute nehmen wir Euch mit nach Ystad und in die nähere Umgebung. Man glaubt es kaum, aber wenn man ein bisschen den Reiseführer und das umherliegende Infomaterial bemüht, findet man ein paar wirklich interessante Orte. Und eins ist beim fahren immer sehr angebracht – Augen offen halten! Ok, macht Ihr aus Sicherheitsgründen wahrscheinlich sowieso, aber ansonsten entgehen Euch die wunderbarsten Sachen. 🙂

Ystad

Wer Ystad hört, der denkt wahrscheinlich gleich an die wunderbaren Wallander-Krimis. Egal, ob als Buch oder als Film, so ziemlich jeder liebt diese Geschichten.

Unser Plan war eigentlich, dass wir uns die Ystad Studios angucken wollten und dann noch ein wenig die Stadt selber. Wie wir feststellen mussten, macht allerdings so ziemlich jedes Museum und auch die Fernsehstudios erst nach dem 1. Mai wieder für Besucher und Touristen auf. Da haben wir uns quasi ein bisschen selber in die Pfanne gehauen.

Da wir an einem Sonntag dort waren, war ansonsten nun auch nicht so sehr viel los. Aber wir haben das Beste daraus gemacht. Wenn Ihr Euch gerne Schiffe anguckt, dann macht doch mal einen Abstecher zum Hafen. Dort kann man wirklich gemütlich sitzen und die riesigen Fährschiffe beobachten.

Ansonsten ist die ganze Stadt einen Besuch wert. Es gibt ein Kloster, dessen Garten sich alleine schon lohnt. Wenn man dort hinein geht hat man das Gefühl, dass gleich irgendwo ein paar Nonnen um die Ecke kommen und das Mittelalter quasi in vollem Gange ist.

Ansonsten biegt einfach mal in jede Straße ab. Es gibt so viele wunderschöne Fachwerkhäuschen zu sehen, dass es wirklich eine Freude ist. Ystad kann definitiv mit jeder gut erhaltenen deutschen Fachwerkstadt mithalten. Also, schaut Euch um – es lohnt sich!

Valleberga

Kennt Ihr nicht? Müsst Ihr auch nicht so zwangsläufig. 😀 Wie wir aus unserem Reiseführer erfahren haben, soll in Valleberga die letzte Rundkirche in ganz Schonen stehen. Für uns klang das sehr interessant, also war das gar keine Frage.

Wir wären allerdings fast vorbei gefahren. 😀 Wenn man Rundkirche hört, dann stellt man sich genau das vor – eine große, runde Kirche! Was wir allerdings fanden war das:

Wie wir im Nachhinein erfahren haben, wurde die letzten Rundkirche Schonens in den gesamten Bau der Kirche von Valleberga integriert. Der Friedhof drum herum ist so gestaltet, wie wir es schon oft in Skandinavien gesehen haben – mit vielen weißen Steinen und Kieseln.

Auch im Inneren sieht es etwas anders aus als wir es von Kirchen in dieser Größenordnung kennen  – schlicht und ein kleines bisschen schmucklos. Sie war innen aber wirklich schön anzuschauen. Allerdings haben wir das Taufbecken nicht gefunden, was wirklich einen Besuch wert sein soll.

 Kåseberga

Mit Kåseberga haben wir echt ein kleines Schmuckstück gefunden. Das Dorf liegt auf einem Hügel oberhalb der Ostsee und bietet einen fantastischen Blick auf’s Wasser. Am Hafen, der unterhalb des Dorfes liegt, lässt sich wunderbar essen und den Ausblick genießen. Seid bei den ganzen Fischgaststätten allerdings in sofern vorsichtig, als das dort sehr ölig gekocht wird. Mir ist es leider nicht so wirklich gut bekommen.

Das wahre Highlight von Kåseberga wartet aber oben auf der Klippe. Denn dort steht Ales Stenar – die größte Schiffssetzung Schwedens!
Schiffssetzungen kann man im weitesten Sinne mit Stonehenge vergleichen. Es sind Monumente aus einzelnen Steinen, die geformt sind wie ein Schiff und so alte Brand- oder Urnengräber markieren.

Genutzt wurde Ales Stenar auch, um den Verlauf der Jahreszeiten zu verfolgen. Es funktioniert quasi wie eine große Sonnenuhr, um das einmal vereinfacht zu sagen.

Worauf man allerdings gefasst sein muss ist, dass man hier absolut nicht alleine ist. Es wimmelt quasi nur so von Touristen und es ist wirklich schwer mal keinen mit auf’s Foto zu bekommen.^^

Auf der Rückfahrt nach Skanör haben wir noch eine tolle Sache gefunden – man kann dort überall auf kleinen Parkplätzen anhalten und zum Strand gehen. Was Besseres gibt es wirklich nicht. 🙂

So viel von uns heute! Morgen nehmen wir Euch im letzten Teil dieser kleinen Reihe noch einmal mit nach Lund. Was es dort zu sehen gibt, lest Ihr dann. 🙂

Viele Grüße,
Anna und Martin