[Rezension] Alte Familienrezepte aus Schlesien

Hallo. 🙂

Bei diesem Post ist Martin mal außen vor, denn er versteht bis heute noch nicht so richtig, warum dieses Kochbuch bei uns eingezogen ist. Die Rede ist von “Alte Familienrezepte aus Schlesien” von Harald Saul aus dem Bassermann Verlag. Ich habe den Verlag angeschrieben, um das Buch zu testen, da meine Oma ganz ursprünglich aus Schlesien kommt.

Viel gesprochen wird bei uns irgendwie nie darüber. Das liegt zum Großteil daran, dass meine Oma während des Krieges noch sehr klein war und dementsprechend auch nicht so wirklich viele Erinnerungen daran hat. Deswegen kenne ich zum Beispiel auch keinerlei Rezepte, die für diese Region üblich sind. Weil ich das so schade finde und weil ich gerne mehr über die ursprüngliche Herkunftsregion meiner Oma und die dortige Küche erfahren wollte, habe ich mich enorm gefreut, dass ich dieses Buch rezensieren darf.

 

Die Eckdaten

Mit lediglich 112 Seiten kommt dieses Buch sehr handlich und sehr kompakt um die Ecke. Kein dicker Schinken, der nur Platz wegnimmt. Sowas ist schon immer ein entscheidender Vorteil, denn der Platz im Buchregal wird doch immer beschränkter. 😀

Die inneren Werte

Das Kochbuch hat vielleicht nicht enorm viele Rezepte zu bieten und auch keine mega innovativen, aber wer sich dieses Buch ins Haus holt, erwartet das auch nicht. In diesem Buch werden etliche Familien aus ganz Schlesien vorgestellt, so dass man einen Einblick erhält, mit wem man es zu tun hat. Ein bisschen bekommt man so auch eine Verbindung zu den Rezepten, die dort vorgestellt werden bzw. die aus den verschiedenen Familien zusammengetragen wurden.

Seien es Schankwirtrezepte oder Rezepte vom “Schlesier – Küchenchef” aus Breslau – jeder wird hier definitiv etwas nach seinem Gusto finden und niemand wird dieses Buch weglegen, ohne auch nur einen interessierten Blick in die Geschichten der Menschen zu werfen, von denen all das zusammengetragen wurden.

Für viele mag das heutzutage altbacken und öde klingen, aber ich finde, man darf nie den Hintergrund und die Geschichte seiner Familie aus den Augen verlieren. Denn das ist im Zweifelsfall das, was einem immer bleiben wird.

Das Rezept

Man muss dazu sagen, dass es meine Oma nach all dem nach Thüringen verschlagen hat. Deswegen war ganz schnell klar, dass ich gerne ein schlesisches Kuchenrezept nachmachen möchte, denn Omas Kuchen ist mit Abstand immer noch einer der Besten. 

An dieser Stelle muss ich Euch aber leider auch enttäuschen, denn vorstellen werde ich es Euch nicht. Auf diesem Blog stellen wir Euch immer nur Rezepte oder Bücher oder sonst irgendwas vor, von den wir wirklich überzeugt sind. Das Kuchenrezept war im Großen und Ganzen auch lecker, aber es hat wenn ich es mache, eben nicht diesen Oma-Geschmack. Kennt Ihr das? Selbst wenn man Rezepte 1:1 genau so nachmacht, schmecken sie trotzdem nicht, wie man es kennt. Und deswegen würde es mir einfach weh tun, hier etwas zu zeigen, das aus unserem Backofen eben nur “halbherzig” schmeckt.
Ich hoffen sehr, dass Ihr das verstehen könnt. 🙂

Schaut Euch trotzdem unbedingt dieses Buch an, denn die Geschichten, die hinter den Rezepten und den Familien stecken sind unfassbar interessant!

Viele Grüße,
Anna

Dieses Buch wurde uns vom Bassermann Verlag kostenfrei als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung ist gänzlich unbeeinflusst und beruht nur, auf unseren eigenen Erfahrungen mit diesem Buch.