[Rezension] Die jüdische Küche

Hallo. 🙂

Seit langem hat mich (Anna) die jüdische Küche schon interessiert und ich kann Euch nicht mal sagen warum. Mit der Religion selber habe ich nichts am Hut, aber die Kultur interessiert mich schon. Da schließt ja zum Glück das Eine das Andere nicht aus.

Genau an dem Punkt kam mir das Kochbuch “Die jüdische Küche” von Annabelle Schachmes aus dem Südwest Verlag wie gerufen. Da habe ich schon seit langer Zeit ein Auge drauf geworfen, aber da man es sich bei uns im Buchladen nicht angucken konnte, ist es immer da geblieben. Als der Verlag dann so freundlich war und es uns zur Verfügung gestellt hat, war die Freude mehr als groß.

Denn das ist ja das Schönes am kochen – der Einblick in andere Küchen und Kulturen schreit ja förmlich nach einem! Und diesen Einblick möchte ich Euch im kleinen Stil heute auch geben.

Die inneren Werte

384 Seiten, 13 Kapitel und von Vorspeisen über Hauptgerichte und Beilagen bis hin zu Desserts ist hier alles dabei. Zu fast allen Rezepten findet Ihr wunderschön gemachte Fotos und zu einigen sogar die ein oder andere Erklärung bzw. Anekdote, wenn man so möchte.

Dazu gibt es auch noch ein Kapitel in dem die wichtigsten, wenn nicht sogar alle, jüdischen Feiertage aufgeführt und erläutert sind. Mir gefällt das wirklich gut, da man so absolut das Gefühl hat, sich in einem abgeschlossenen Thema zu befinden. Und das finde ich gerade bei solch stark thematischen Kochbüchern absolut wichtig, damit es authentisch wirkt.

Das Rezept

Als ich mir mit Martin zusammen das Rezept ausgesucht habe, dass wir hier vorstellen wollten, hatten wir Beide Mühe und Not uns für eins von den vielen zu entscheiden, denn es sollte für uns auch in die Richtung feierabendtauglich gehen.

Schlussendlich haben wir uns für die klassischen Latkes entschieden. Im Großen und Ganzen sind es Kartoffelpuffer, die generell in der jüdischen Küche als Beilage als auch traditionell zum Chanukka-Fest gereicht werden.

Ihr benötigt folgende Zutaten:

  • 1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 1 rote Zwiebel
  • 1/2 Knoblauchzehe
  • 2 Eier
  • 30 g Mehl
  • 1 Prise Natron
  • 1 Prise geräuchertes Paprikapulver
  • Salz, Pfeffer
  • Sonnenblumenöl

Heizt den Backofen zuerst auf 200°C Umluft vor.

Schält die Kartoffeln und raspelt sie dann grob. Gebt sie in ein Sieb und drückt sie möglichst gut aus, damit die ganze Geschichte nicht zu wässrig wird. Breitet sie anschließend auf einem Küchenpapier aus, tupft sie trocken und gebt sie dann wieder in eine Schüssel.

Raspelt auch die Zwiebel grob und zerdrückt den Knoblauch und mischt alles zusammen unter die Kartoffelraspeln. Verquirlt die Eier und gebt auch sie mit zusammen mit den restlichen Zutaten zu den Kartoffeln und vermischt alles. Zum Schluss noch einmal mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.

Fettet ein Backblech großzügig mit Sonneblumenöl ein und lasst es vorab für 10 Minuten im Ofen heiß werden. Verteilt die Masse dann als ca. 6 cm große Puffer auf dem Blech und lasst sie dann für 15 Minuten knusprig backen. Wendet sie danach einmal und lasst dann auch die andere Seite noch mal für 15 Minuten backen.

Schlussendlich braucht Ihr sie nur noch auf Backpapier abtropfen lassen und dann kann schon gegessen werden. Dazu würde sicherlich auch sehr gut ein Kräuterquark passen. 🙂

So in der Form habt Ihr Kartoffelpuffer bestimmt noch nie gegessen. Die Latkes sind mega würzig und so schön goldbraun – Martin hat sie quasi weggeatmet. 😀

Also, lasst es Euch schmecken und probiert sie gerne mal aus. Es lohnt sich wirklich auch mal über den Tellerrand zu gucken. 😉

Viele Grüße,
Anna und Martin

Dieses Buch wurde uns vom Südwest Verlag kostenfrei als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung ist gänzlich unbeeinflusst und beruht nur, auf unseren eigenen Erfahrungen mit diesem Buch.