[Rezension] Laekker!

Hallo. 🙂

Wer uns schon länger folgt der weiß, das Dänemark ja unser Steckenpferd bzw. eine ganz große Liebe von uns ist. Das Land, die Leute, die Kultur, die Landschaft – für uns passt dort einfach alles. Und genau so entspannt wie die Leute ist dort auch das Essen. Egal, was man dort auf den Tisch bekommt, es schmeckt gut, es schmeckt unaufgeregt und es ist grundsätzlich immer genau das, was man in diesem Moment braucht.

Das klingt vielleicht alles etwas pathetisch, aber vor uns ist Dänemark Liebe pur!

Und genau aus diesem Grund mussten wir unbedingt “Laekker!” von Brian Bojsen testen und für Euch ausprobieren. Und eins können wir Euch vorab schon mal verraten – es hat unsere Liebe kein bisschen geschmälert. 😉

Der Autor

Brian Bojsen – ein gebürtiger Däne, der auch unter dem Namen “Der verrückte Däne” gehandelt wird. Aber er ist nicht auf eine gruselige Art und Weise verrückt, sondern er ist verrückt nach dem, was er tut. Alles was er macht, macht er mit einer Leidenschaft, die seines Gleichen sucht. Egal, ob es um sein Leben geht, um Abenteuer oder eben um das Essen. All das macht er aus voller Überzeugung genau so, wie er es möchte! Und genau das merkt man auch in diesem Buch!

Dem deutschen Publikum ist Brian Bojsen vermutlich aus dem Fernsehen von Formaten wie “Die Küchenschlacht” oder “Kerner’s Köche” aus dem ZDF bekannt. Wenn Ihr gerne mal bei ihm essen wollt und etwas für sehr qualitativ hochwertige Küche übrig habt, dann könnt Ihr auch in seinem Restaurant in Hamburg vorbei schauen.

Die inneren Werte

Mit Vorwort sind es 5 Kapitel auf 192 Seiten, die im ZS Verlag erschienen sind. Bojsen bietet eine unglaubliche Vielfalt an Rezepten, die eindeutig skandinavisch bzw. dänisch sind, aber nichtsdestotrotz einen unglaublichen Hauch an Fernweh mitbringen. Und genau da setzt das Konzept von Brian Bojsen an – aufregend unaufgeregt!

Von Smørrebrød, über Kødboller bis hin zu Skandinavisk-indonesisk thai-curry-paella ist für wirklich jeden Geschmack etwas dabei. Und auch für Naschkatzen ist etwas dabei – wie wäre es eventuell mit der Graubrottorte? Klingt vielleicht verrückt, aber schmeckt absolut fantastisch.

Wir haben uns schlussendlich für Boller i karry entschieden – Hackbällchen in Apfel-Curry-Sauce. Wenn Ihr jetzt etwas urdänisches erwartet habt, dann müssen wir Euch leider enttäuschen. Mal davon ab, dass das Rezept unheimlich lecker ist, aber die Worte von Bojsen dazu haben uns Beide sehr angesprochen. Denn er verbindet dieses Rezept mit seiner Kindheit , weil seine Mutter es ihm immer zubereitet hatte. Eine wirklich schöne Erinnerung! Und irgendwie hatte es für uns ein kleines bisschen den Touch von Königsberger Klopsen. Nur irgendwie anders. 😀

Ihr benötigt folgende Zutaten:

  • 500 g gemischtes Hackfleisch
  • Salz, Pfeffer
  • 100 g Mehl
  • 200 ml Milch
  • 1 Ei
  • 1 große Zwiebel (fein gewürfelt)
  • 1 Liter Hühnerbrühe
  • 3 EL Butter
  • 2 mittelgroße Zwiebeln (fein gewürfelt)
  • 2 Knoblauchzehen (fein gewürfelt)
  • 4 EL Mehl
  • 3 EL Currypulver
  • 1 säuerlicher Apfel
  • 1/2 TL Chiliflocken

Für die Klopse mischt Ihr das Hackfleisch kräftig mit Salz und Pfeffer. Verrührt dann das Mehl mit Milch und Ei, gebt die Zwiebel mit dazu und mischt alles unter das Fleisch. Lasst die Hackfleischmasse dann für eine Stunde im Kühlschrank ruhen.

Erhitzt die Brühe und schmeckt sie bei Bedarf mit Salz ab. Formt aus der Hackfleischmischung kleine Bällchen und lasst sie in der köchelnden Brühe ca. 6 Minuten ziehen. Sobald die Klopse fertig sind, parkt Ihr sie auf einem Teller zwischen.

In der Zwischenzeit könnt Ihr als Beilage schon mal Reis nach Packungsanweisung kochen.

Erhitzt für die Soße Butter und dünstet darin die Zwiebeln und Knoblauchzehen an. Nehmt die Pfanne vom Herd und rührt dann die 4 EL Mehl und das Currypulver ein. Viertelt, schält und entkernt den Apfel und reibt ihn dann in die Soße. Würzt mit Chili und Salz und stellt die Mehl-Curry-Schwitze wieder auf den Herd. Gebt nun die Hühnerbrühe schöpfkellenweise dazu und lasst das Ganze unter rühren immer wieder aufkochen.

Gebt jetzt die Klopse wieder in die Soße und lasst sie darin noch einmal heiß werden, bevor Ihr das Ganze mit dem Reis serviert.

Besonders beeindruckt hat uns daran, dass die Klopse so unfassbar weich waren und im Mund quasi zerfallen sind, ohne beim kochen auseinander zu fallen. Die Mischung aus Curry, Apfel und dem Hackfleisch passt einfach genau richtig zusammen.

Wie Ihr sicherlich schon bemerkt habt, können wir dieses Buch uneingeschränkt empfehlen, denn hier ist definitiv für jeden Geschmack etwas dabei. 🙂

Also, probiert es gerne mal aus, lest Euch rein und vielleicht ist dieses Buch ja auch was für Euch. 🙂

Viele Grüße,
Anna und Martin

Dieses Buch wurde uns vom ZS Verlag kostenfrei als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung ist gänzlich unbeeinflusst und beruht nur, auf unseren eigenen Erfahrungen mit diesem Buch.