[Rezension] Lissabon – Das Kochbuch

Hallo. 🙂

Wie Ihr sicherlich schon mitbekommen habt, sind wir ja sehr große Fans von Länderküchen jeglicher Art. Auf Instagram sieht man immer wieder diverse Reise- und Foodblogger, die es nach Portugal verschlägt und die von der hiesigen Küche schwärmen. Für uns ist das leider keine Option, da nur Martin relativ freiwillig in ein Flugzeug steigen würde. Mich kriegen da keine zehn Pferde rein!

Deswegen waren wir sehr froh und dankbar, dass wir das Kochbuch “Lissabon – Das Kochbuch” aus dem Hause des Südwest Verlages und aus der Feder von Sylvie da Silva ausprobieren durften. Nach dem, was wir auf Social Media so verfolgen konnten, handelt es sich hierbei um ein authentisches Kochbuch, dass einen alleine schon beim lesen in die Straßen dieser beeindruckenden Hauptstadt entführt.

Die Optik

Ja, dazu möchten wir uns heute auch mal äußern, denn dieses Buch ist auf seine ganz eigene Art und Weise absolut besonders. Als wir es ausgepackt und in die Hand genommen haben, waren wir sofort von der Haptik des Einbandes begeistert, denn der ist an die vielen kleinen Fliesen, die man so mit Lissabon verbindet, angelehnt. Alleine das ist schon ein Erlebnis, dass man wirklich nicht bei jedem Kochbuch hat.

Die Seiten fühlen sich sehr wertig an und sind mit vielen hübschen Dekoelementen und Fotos versehen. Man spürt förmlich, dass hier unheimlich viel Herzblut hineingesteckt wurde. Nicht, dass das bei anderen Kochbüchern nicht so wäre, aber hier ist es einfach noch mal anders.

Die inneren Werte

Auf 144 Seiten entführt Euch Sylvie da Silva mit fast 100 Rezepten nicht nur kulinarisch nach Portugal. Es sind auch viele kleine Nebengeschichten zu finden, die einem auf eine interessante Art und Weise das Leben in Portugal ein Stück näher bringen.

5 Kapitel führen Euch von kleinen Imbissen, über die Küche der Küste, die Landküche bis hin zu Desserts, die Euch das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen werden. Ebenfalls findet Ihr ein kleines Kapitel in dem Ihr durch den klassischen portugiesischen Vorratsschrank geführt werdet, damit Ihr die Rezepte jeder Zeit aus dem Stehgreif nachmachen könnt. 🙂

Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass bei einigen Rezepten ein wenig Können und gesunder Menschenverstand gefragt ist. Bei dem Rezept, dass wir uns ausgesucht haben, fehlten zum Beispiel die Temperatur des Ofens. Da war dann ein wenig Improvisation und Erfahrung gefragt. Aber das sollte dem Ganzen ja im Normalfall keinen Abbruch tun. 😉

Das Rezept

In diesem Fall haben wir uns für zwei Rezepte entschieden, da wir sie auch zusammen gegessen haben – und zwar für “Grillhähnchen nach Art meines Vaters” mit “Tomatenreis”. Es war beides einfach unheimlich lecker, aber besonders der Tomatenreis hat es uns angetan. Den könnten wir eigentlich immer essen. 😀

Ihr benötigt folgende Zutaten:

  • 3 Hühnerbeine
  • 100 ml Erdnussöl
  • 100 ml trockenen Weißwein (oder als nichtalkoholische Alternative Brühe)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Lorbeerblatt
  • 2 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 2 Prisen Chiliflocken
  • 1 rote Zwiebel
  • 3 EL Olivenöl
  • 250 ml passierte Tomaten
  • 1 TL Zucker
  • 250 g Rundkornreis (wir haben aus Ermangelung an Alternativen Milchreis genommen)
  • 750 ml lauwarmes Wasser
  • grobes Meersalz, “normales” Salz, Pfeffer, Oregano

Zuerst beginnen wir mit den Hühnerbeinen!

Wascht die Beine ab, tupft sie trocken und reibt sie dann großzügig mit grobem Meersalz ein. Lasst die Beine nun ein wenig bei Zimmertemperatur ruhen.

Gebt das Sesamöl und den Wein in einen kleinen Topf. Zieht die Knoblauchzehen ab und gebt sie zusammen mit einem Lorbeerblatt, dem Paprikapulver und den Chiliflocken zu dem Öl-Wein-Gemisch. Erhitzt alles auf mittlerer Stufe bis kurz unter den Siedepunkt – denn kochen darf es auf keinen Fall! Nehmt den Topf dann runter vom Herd und lasst es bei geschlossenem Deckel weiter ziehen.

Entfernt jetzt grob das Salz von den Hühnerbeinen – am Besten mit einem Küchentuch.

Jetzt kommen die Hühnerbeine für 30-40 Minuten bei 200°C auf der Grillstufe in den Ofen. Wenn sie anfangen Farbe zu bekommen, dann wendet Ihr sie regelmäßig und bestreicht sie mit dem Ölgemisch. Das wiederholt Ihr so lange, bis die Grillzeit vorbei ist.

Während die Hühnchen im Ofen weilen, könnt Ihr euch dem Reis widmen. Schneidet die Zwiebel in feine Würfel und bratet sie mit dem Olivenöl in einem Topf an bis sie braun sind. Gebt nun die passierten Tomaten und den Zucker dazu, reduziert alles bei mittlerer Hitze und lasst es für 5 Minuten köcheln.

Spült den Reis in der Zwischenzeit kalt ab, gebt ihn dann mit in den Topf und lasst alles für 5 Minuten bei starker Hitze unter rühren kochen. Rührt dann das Wasser ein, gebt das übrige Lorbeerblatt und Oregano nach Geschmack dazu und salzt und pfeffert ordentlich. Setzt den Deckel drauf und lasst den Reis dann unter gelegentlichem umrühren für 20 Minuten garen.

Das Ziel ist im Endeffekt, dass der Reis schön cremig ist. Wenn er zu trocken wird, dann gebt noch ein wenig Wasser dazu. 🙂

Wir können es nur noch mal wiederholen – probiert unbedingt mal den Tomatenreis aus. 😀 Wir hoffen sehr, dass Euch der Einblick in die kleine portugiesische Kochbuchwelt gefallen hat. 🙂

Viele liebe Grüße,
Anna und Martin

Dieses Buch wurde uns vom Südwest Verlag kostenfrei als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Unsere Meinung ist gänzlich unbeeinflusst und beruht nur, auf unseren eigenen Erfahrungen mit diesem Buch.